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11. Januar 2012

Der GEW Kreisvorstand kritisiert die Position des Philologenverbandes.

Die GEW fordert die zügige Entscheidung vom Rat!

Es ist nicht einfach, ein angemessenes Schulsystem in einer Zeit des Umbruchs zu gestalten, dennoch muss die Auseinandersetzung sachlich geführt werden.
Die Erklärung des Philologenverbandes enthält Angaben, die dringend der Richtigstellung bedürfen.

Die Integrierte Gesamtschule (IGS)  unterrichtet und fördert  Schüler/innen entsprechend ihrem individuellen Leistungsvermögen und gleichzeitig erleben diese den sozialen Umgang miteinander. An der gymnasialen Oberstufe einer IGS können die Schüler/innen ihr Abitur (Hochschulreife) machen, deshalb ist für viele Eltern die IGS auch eine wichtige Alternative zum Gymnasium. Gymnasiallehrer/innen unterrichten auch an der IGS.

Die Anmeldezahlen im Übergang zu den weiterführenden Schulen haben sich in den letzten Jahren stark verschoben. Die Schüler- und Schülerinnenzahl in Emden sinkt. Da die Eltern die freie Wahl haben, sind sie es, die über den Bestand der Schulen in Emden abstimmen. Die Wahlfreiheit ist garantiert. Allerdings klagten 2010 und 2011 viele Eltern darüber, dass sie für ihr Kind keinen Platz an der IGS erhielten. Das darf  nach unserem Verständnis mit Blick auf die Chancengleichheit im Bildungssystem nicht sein.

Der jetzige Oberbürgermeister Bernd Bornemann (SPD) wies in der Diskussion zu schulpolitischen Fragen, am 24.8.11 in der Wallschule, auf die Wirkung der Elternentscheidungen hin. Er sagte deutlich, dass er den Elternwillen akzeptieren werde und es keine Bestandsgarantie für einzelne Schulen geben kann.

In Emden wird es weiterhin ein gesichertes gymnasiales Angebot geben. Das gefächerte Angebot durch die Oberstufen am Gymnasium, den Berufsbildenden Schulen und der IGS wird dazu beitragen, dass einer größeren Zahl von Heranwachsenden eine Chance gegeben wird, höhere Bildungsabschlüsse zu erreichen. Dies ist ein wesentlicher Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit.   

Die GEW hat Verständnis für die allgemeine Verunsicherung in der Emder Lehrerschaft. Es sind zu unserem großen Bedauern viele Schulen betroffen, darunter auch und besonders die Osterburgschule, die Cirksenaschule, die Barenburgschule, die Schule Wybelsum und die Realschule Herrentor – und nicht nur ein Gymnasium.
Die GEW fordert  nachdrücklich Planungssicherheit für die Eltern, die Schüler und Schülerinnen, die Schulen und die Lehrkräfte.






   
   
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